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Saphirweb

Braucht mein Betrieb wirklich eine Website?

Nicht jeder. Wer über Empfehlung ausgelastet ist, kein Personal sucht und keine Nachfolge plant, kommt ohne aus. Eine Website lohnt sich, sobald du Kunden willst, die deinen Namen noch nicht kennen. Die suchen nicht nach dir, sondern nach deiner Leistung und deinem Ort.

Stand: August 2026

Wann lohnt sich eine Website nicht?

Wenn dein Auftragsbuch über Empfehlung voll ist, du keine Mitarbeiter suchst und in absehbarer Zeit keine Nachfolge planst, dann brauchst du keine. Das ist keine Umkehrpsychologie und kein Einstieg in ein Verkaufsgespräch. Es gibt Betriebe, deren Kalender bis in den Herbst reicht, ohne dass je jemand nach ihnen gesucht hat. Für die ist eine Website eine Ausgabe ohne Aufgabe.

Dasselbe gilt, wenn du gerade keine zwei Termine übrig hast. Eine Seite entsteht nicht ohne dich: ein Gespräch von zwanzig Minuten und eine Freigaberunde. Wer die nicht aufbringen kann, sollte warten, statt eine halbe Seite online zu stellen und sie dort stehen zu lassen.

Wenn du bis hierher nickst, kannst du aufhören zu lesen. Der Rest des Artikels ist für den anderen Fall.

Warum ist der eigene Firmenname der falsche Test?

Fast jeder Inhaber hat seine Sichtbarkeit schon einmal geprüft, indem er den eigenen Firmennamen gegoogelt hat. Er findet sich, meistens über einen Verzeichniseintrag oder das Google-Profil, und ist beruhigt.

Der Test misst das Falsche. Wer deinen Namen kennt, ist längst Kunde oder hat von dir gehört. Der neue Kunde kennt ihn nicht. Er tippt, was er braucht, und wo er wohnt: „Elektriker Wiesloch“, „Physiotherapie Walldorf“.

Mach den Test also anders herum. Öffne ein Fenster, in dem du bei Google nicht angemeldet bist, tipp deine Leistung und deinen Ort ein und sieh nach, an welcher Stelle du auftauchst. Das dauert eine Minute und ist ehrlicher als jede Einschätzung, die dir jemand verkaufen kann.

Was sieht ein neuer Kunde bei so einer Suche?

Drei Blöcke, in dieser Reihenfolge. Ganz oben stehen Anzeigen. Die stehen dort, solange jemand dafür zahlt; wer aufhört zu zahlen, ist am selben Tag wieder weg. Darunter kommt eine Karte mit drei Betrieben. In diese drei zu kommen ist Arbeit, aber möglich, und mehr als drei zeigt Google nicht. Erst danach kommen die normalen Ergebnisse.

Wenn du in keinem dieser Blöcke etwas hast, worauf jemand klicken kann, existierst du für diesen Menschen nicht. Er ärgert sich nicht über dich, er sieht dich schlicht nicht. Er nimmt den Nächsten, und du erfährst nie, dass es diese Anfrage überhaupt gab. Das ist der Unterschied zwischen einem schlechten Ruf und keiner Sichtbarkeit: Den schlechten Ruf bekommst du mit.

Reicht nicht auch Instagram oder Facebook?

Wenn du dort ohnehin aktiv bist, hör damit nicht auf. Es ist deutlich besser als gar nichts. Zwei Dinge gehören trotzdem dazu.

Erstens gehört das Profil nicht dir. Die Plattform legt fest, wer deine Beiträge sieht, und sie ändert diese Regeln, wann sie will. Ein gesperrtes oder übernommenes Konto ist von einem Tag auf den anderen weg, samt aller Beiträge und aller Nachrichten darin. Eine Domain, die auf deinen Namen läuft, kann dir niemand abschalten.

Zweitens beantwortet ein Profil die Fragen nicht, die vor einer Anfrage stehen. Was kostet das ungefähr, kommst du bis zu mir raus, wie erreiche ich dich, arbeitest du auch samstags. Auf einem Profil steht das im besten Fall in einem Beitrag von vor sieben Monaten, den niemand mehr findet.

Suchen nur Kunden, oder auch Bewerber?

Auch Bewerber. Wer sich auf eine Stelle bewirbt oder eine Ausbildung anfängt, sieht vorher nach, mit wem er es zu tun bekommt. Findet er nichts, liest er das nicht als neutral, sondern als Auskunft über den Betrieb. Bei Auszubildenden sehen oft die Eltern mit.

Dasselbe gilt für Lieferanten, Banken und Versicherungen, die einen neuen Vertrag prüfen. Und wenn du den Betrieb irgendwann übergeben willst: Ein Betrieb, dessen Leistungen jemand nachlesen kann, lässt sich leichter weitergeben als einer, der nur im Kopf des Inhabers existiert.

Und wenn die Antwort bei dir Ja lautet?

Dann ist die nächste Frage, wie groß der Schritt sein muss. Bei mir sind es 490 € einmalig plus 39 € im Monat für eine Seite mit bis zu fünf Abschnitten, eigener Domain und eingerichtetem Google-Unternehmensprofil. 990 € plus 79 € im Monat, wenn jede Leistung eine eigene Seite bekommt und ich die Texte schreibe. Die Hälfte wird bei Auftrag fällig, die Hälfte, wenn die Seite online ist. Die Betreuung läuft drei Monate und danach monatlich.

Wenn du nach diesem Artikel zu dem Schluss kommst, dass du keine brauchst, dann ist das ein Ergebnis und kein verlorenes Gespräch. Ich baue für Betriebe, die Kunden gewinnen wollen, die sie noch nicht kennen. Wer die nicht braucht, braucht mich auch nicht.

Wo es weitergeht

Alle Fragen im Ratgeber

Schauen wir, wo dein Betrieb steht

Fünfzehn Minuten am Telefon. Ich sehe mir an, was jemand findet, der heute nach dir sucht, und sage dir ehrlich, ob sich eine Website für dich lohnt.

Kostenlos, unverbindlich, kein Verkaufsgespräch mit Haken.