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Saphirweb

Brauche ich eine eigene Domain?

Ja. Eine Domain kostet rund zehn bis zwanzig Euro im Jahr und ist der einzige Teil deines Auftritts, der dir wirklich gehört. Ohne sie steht im Suchergebnis der Name deines Dienstleisters statt deiner, und ein Wechsel kostet dich später alles, was die Adresse an Vertrauen gesammelt hat.

Stand: August 2026

Was steht im Suchergebnis, wenn ich keine habe?

Der Name eines fremden Unternehmens. Wer eine Seite ohne eigene Domain veröffentlicht, bekommt eine Adresse beim Anbieter, also etwa betriebsname.anbieter.app oder betriebsname.baukasten.de. Google zeigt über dem Ergebnis nicht nur diese Adresse, sondern auch den Anbieter als Quelle.

Das ist an einem Projekt dieser Seite nachprüfbar. Für einen Friseursalon in Leimen stand im Suchergebnis der Name der Hosting-Firma und darunter deren Adresse — nicht der Name des Salons. Der Betrieb hatte eine vollständige, schnelle, gut gebaute Seite, und trotzdem las die erste Zeile des Ergebnisses wie die Werbung eines anderen.

Für einen Betrieb, dessen Kunden aus dem Ort kommen, ist das teurer als es klingt. Wer den Namen googelt und eine fremde Firma als Absender sieht, hält die Seite im Zweifel für einen Eintrag in einem Verzeichnis und nicht für den Auftritt des Betriebs.

Was kostet eine Domain wirklich?

Eine .de-Adresse liegt bei den gängigen Anbietern im Bereich von zehn bis zwanzig Euro im Jahr, .com etwas darüber. Das ist der gesamte Preis; es gibt keine Einrichtungsgebühr, die diesen Betrag ernsthaft verändert.

Aufpassen musst du an zwei Stellen. Erstens werben Anbieter mit einem niedrigen Preis für das erste Jahr, der danach deutlich steigt. Sieh dir vor dem Kauf an, was ab dem zweiten Jahr fällig wird. Zweitens ist der Datenschutz für die Inhaberdaten heute Standard, wird aber gelegentlich als Zusatzleistung verkauft.

Verglichen mit allem anderen, was ein Betrieb im Jahr für Sichtbarkeit ausgibt, ist das der günstigste Posten. Es gibt keinen wirtschaftlichen Grund, darauf zu verzichten.

Warum muss sie auf meinen Namen laufen?

Weil der Inhaber der Domain entscheidet, was mit ihr passiert. Steht dort der Name deiner Agentur, brauchst du deren Mitwirkung, um umzuziehen, und im Streitfall verhandelst du über deine eigene Adresse.

Das ist kein hypothetisches Risiko. Es ist der häufigste Grund, warum Betriebe bei einem Anbieterwechsel ihre Seite und ihre E-Mail-Adressen neu aufbauen — und mit ihnen alles, was die alte Adresse an Platzierungen und Verlinkungen gesammelt hatte.

Die Prüfung dauert zwei Minuten: Gib deine Adresse in eine Whois-Abfrage ein und sieh nach, welcher Name als Inhaber steht. Steht dort nicht deiner, ist das eine Frage an deinen Dienstleister, und die Antwort sollte nicht kompliziert sein.

Was ist mit der E-Mail-Adresse?

Sie hängt an derselben Entscheidung und wird trotzdem oft getrennt behandelt. Wer eine eigene Domain hat, kann darüber auch Post empfangen, und für die meisten Betriebe ist das der sichtbarere Teil: Eine Adresse bei einem kostenlosen Anbieter steht auf jedem Angebot, jeder Rechnung und in jeder Antwort.

Der Aufwand ist gering, die Wirkung ist unmittelbar. Wer ein Angebot von zwei Betrieben bekommt und einen davon nur unter einer allgemeinen Freemail-Adresse erreicht, zieht daraus einen Schluss über die Größe des Betriebs, ob das gerecht ist oder nicht.

Welche Adresse soll ich nehmen?

Den Betriebsnamen, so kurz wie möglich, mit .de. Nicht den Namen mit einem angehängten Ort, nicht den Namen mit einer Leistung davor, und keine Bindestrichkette.

Der Grund ist praktisch und nicht ästhetisch: Diese Adresse wird am Telefon durchgegeben, auf ein Fahrzeug gedruckt und von Hand abgetippt. Jeder Bindestrich und jeder Zusatz ist eine Stelle, an der sich jemand vertippt und bei einem anderen landet.

Ist der Wunschname vergeben, ist die zweitbeste Wahl fast immer der Name mit dem Ort — also betriebsnamewalldorf.de und nicht guenstiger-betriebsname.de. Ein Ortszusatz ist eine Tatsache, ein Werbewort im Domainnamen wirkt wie ein Notbehelf.

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