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Lohnen sich Google Ads für kleine Betriebe?

Nur wenn du vorher weißt, was dich ein Kunde kosten darf. Ohne diese Zahl ist jedes Budget willkürlich. Anzeigen lohnen sich, solange die Suchergebnisse noch nicht greifen und ein Auftrag deutlich mehr einbringt als ein paar Klicks kosten. Für ausgelastete Betriebe lohnen sie sich nicht.

Stand: August 2026

Welche Rechnung muss vorher stehen?

Was darf dich ein neuer Kunde kosten? Diese eine Zahl entscheidet alles Weitere, und sie lässt sich in fünf Minuten schätzen.

Nimm den durchschnittlichen Ertrag eines Auftrags. Überlege, wie oft aus einer Anfrage ein Auftrag wird — bei den meisten Betrieben liegt das zwischen einem Drittel und der Hälfte. Und überlege, wie oft ein Kunde wiederkommt.

Ein Beispiel mit runden Zahlen: Ein Auftrag bringt 200 Euro Ertrag, aus jeder dritten Anfrage wird ein Auftrag, und ein Kunde kommt zweimal. Dann ist eine Anfrage rechnerisch etwa 130 Euro wert, und alles, was deutlich darunter kostet, ist ein gutes Geschäft.

Diese Zahlen musst du nicht genau kennen. Du musst sie nur einmal hingeschrieben haben, weil sonst niemand beurteilen kann, ob eine Kampagne funktioniert.

Wann sind Anzeigen die richtige Wahl?

In drei Lagen.

Wenn die Seite neu ist. Bis eine unbekannte Adresse bei umkämpften Begriffen vorn steht, vergehen Monate. Anzeigen überspringen diese Zeit und enden mit dem Budget — sie kaufen Zeit, nicht Substanz.

Wenn das Geschäft saisonal ist. Wer im Frühjahr Aufträge braucht und im Winter nicht, kann Anzeigen ein- und ausschalten. Suchergebnisse lassen sich nicht saisonal einschalten.

Wenn ein Auftrag viel einbringt. Je höher der Ertrag je Kunde, desto leichter trägt er die Klickkosten. Bei einem Auftrag von zwanzig Euro Ertrag wird die Rechnung schwierig, bei zweitausend ist sie einfach.

Wann lohnen sie sich nicht?

Wenn du ausgelastet bist. Anzeigen verschieben dann nur den Zeitpunkt der Absage nach hinten und kosten dabei Geld.

Wenn du nicht abheben kannst. Der überwiegende Teil der Anfragen aus örtlichen Anzeigen kommt als Anruf, und zwar während der Arbeit. Wer dreimal nicht rangeht, hat dreimal für einen Klick gezahlt und keinen Kunden bekommen. Das ist der häufigste Grund, warum Kampagnen bei kleinen Betrieben scheitern, und er hat nichts mit den Anzeigen zu tun.

Wenn es keine Seite gibt, auf der die Anzeige landen kann. Ein Klick auf eine Startseite, die die Frage der Suche nicht beantwortet, ist bezahlter Absprung.

Und wenn das Budget so klein ist, dass die Kampagne nach drei Tagen steht. Unterhalb einer gewissen Grenze entstehen keine auswertbaren Zahlen, sondern nur Kosten.

Was kostet ein Klick, und was heißt das?

Das hängt vom Begriff ab und schwankt stark. Örtliche Handwerks- und Dienstleistungssuchen liegen meist im niedrigen einstelligen Euro-Bereich; stark umkämpfte Felder wie Versicherungen oder Rechtsberatung liegen deutlich darüber. Eine belastbare Zahl für deinen Fall liefert nur eine Abfrage für deine Begriffe und deine Region.

Wichtiger als der Klickpreis ist, wie viele Klicks eine Anfrage kostet. Diese Zahl kennt vorher niemand. Sie entsteht nach ein paar Wochen und ist der einzige Wert, an dem sich eine Kampagne beurteilen lässt.

Deshalb ist die erste Phase kein Erfolg, sondern eine Messung. Wer nach einer Woche abschaltet, hat dafür bezahlt und das Ergebnis weggeworfen.

Woran erkennst du eine unseriöse Betreuung?

An vier Dingen.

Das Konto läuft nicht auf deinen Namen. Dann gehören dir die Daten nicht, und bei einem Wechsel fängst du bei null an.

Es wird über Klicks berichtet statt über Anfragen. Klicks sind eine Zwischengröße; bezahlt wird für Kunden.

Es gibt keine Ausschlussliste. Ohne sie zahlst du für Suchen wie „Job", „kostenlos" oder „selber machen".

Und es wird ein Platz oder eine Anfragenzahl zugesagt. Beides kann niemand zusichern, weil beides von Wettbewerbern abhängt, deren Budget niemand kennt.

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