Zum Inhalt springen
Saphirweb

Wie viele Seiten braucht meine Website?

Eine gut gebaute Seite reicht für die meisten kleinen Betriebe. Mehrere lohnen sich erst, wenn du mehrere Leistungen anbietest, die verschieden gesucht werden, oder mehrere Orte bedienst. Die Zahl folgt daraus, wonach deine Kunden suchen, nicht daraus, wie umfangreich der Betrieb wirkt.

Stand: August 2026

Warum reicht oft eine Seite?

Weil ein Besucher, der deinen Betrieb sucht, drei Dinge wissen will: was du machst, ob du für ihn zuständig bist und wie er dich erreicht. Alle drei passen auf eine Seite, und auf einer Seite muss niemand klicken, um sie zu finden.

Der Reflex geht in die andere Richtung. Eine Seite fühlt sich nach wenig an, und ein Betrieb mit sieben Menüpunkten wirkt größer als einer mit einem. Für den Eindruck stimmt das. Für die Anfrage stimmt es nicht: Jeder zusätzliche Klick ist eine Stelle, an der jemand abspringt, und auf dem Telefon ist ein Menü ein zusätzlicher Schritt vor jedem Klick.

Eine Seite heißt dabei nicht wenig Inhalt. Sie heißt, dass der Inhalt in einer Reihenfolge steht statt in einer Verzweigung.

Ab wann lohnen sich mehrere?

Wenn zwei Dinge, die du anbietest, mit verschiedenen Wörtern gesucht werden. Ein Friseur, der auch Bärte schneidet, wird als Friseur gesucht und als Barbier — das sind zwei Suchen, und eine Seite kann bei beiden nur mit einer Überschrift antworten.

Der zweite Fall sind mehrere Orte. Wer in drei Gemeinden arbeitet, wird dreimal mit einem anderen Ortsnamen gesucht. Auch hier gilt: Eine eigene Seite lohnt sich erst, wenn es dort tatsächlich etwas zu zeigen gibt — einen Auftrag, einen Kunden, eine Besonderheit. Eine Ortsseite, die sich von der nächsten nur im eingesetzten Namen unterscheidet, schadet mehr, als sie nützt.

Der dritte Fall ist Inhalt, der laufend dazukommt: Beiträge, Termine, eine Speisekarte, die sich ändert.

Woran erkenne ich, dass zu viel gebaut wurde?

An drei Anzeichen, die alle im fertigen Ergebnis sichtbar sind.

Erstens: Zwei Seiten sagen dasselbe mit anderen Wörtern. Wenn du „Leistungen" und „Angebot" nebeneinander hast und beide dieselben Dinge aufzählen, war eine davon eine Verlegenheitslösung.

Zweitens: Eine Seite besteht aus einer Überschrift und zwei Sätzen. Das ist kein eigener Gedanke, sondern ein Absatz, der aus einem anderen Zusammenhang gerissen wurde.

Drittens: Du selbst weißt beim Anschauen nicht sofort, was auf welcher Seite steht. Wenn der Inhaber die eigene Gliederung nicht aus dem Kopf wiedergeben kann, wird es ein Besucher auch nicht.

Was gehört auf jeden Fall dazu, unabhängig von der Zahl?

Zwei Seiten, die nicht zur Sache gehören und trotzdem sein müssen: Impressum und Datenschutzerklärung. Das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht für jeden geschäftlich genutzten Auftritt, und ein fehlendes Impressum ist abmahnfähig.

Die Inhalte dafür schreibe ich nicht. Ich baue das Grundgerüst, in das geprüfte Texte eingesetzt werden — die Angaben liefern der Betrieb und im Zweifel dessen Rechtsberatung. Ein aus einem Generator übernommener Text ist ein Anfang und ersetzt diese Prüfung nicht.

Alles andere ist eine Frage des Falls: Ein Betrieb ohne Kundenverkehr braucht keine Anfahrtsseite, einer ohne Mitarbeiter keine Teamseite.

Wie entscheide ich das für meinen Betrieb?

Mit einer Liste, die du in zehn Minuten schreibst. Notiere jede Suche, mit der jemand bei dir landen könnte — in den Worten, die dieser Jemand benutzt, nicht in deinen. „Balayage" ist ein Fachwort, „Strähnen" ist eine Suche.

Fasse dann zusammen, was dieselbe Antwort bekommt. Was übrig bleibt, ist die Anzahl der Seiten. Meistens sind es weniger, als man vorher denkt, und sie stehen in einer anderen Reihenfolge.

Wenn du dabei feststeckst, ist das der eigentliche Inhalt des Erstgesprächs, und es kostet nichts.

Wo es weitergeht

Alle Fragen im Ratgeber

Schauen wir, wo dein Betrieb steht

Fünfzehn Minuten am Telefon. Ich sehe mir an, was jemand findet, der heute nach dir sucht, und sage dir ehrlich, ob sich eine Website für dich lohnt.

Kostenlos, unverbindlich, kein Verkaufsgespräch mit Haken.