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WordPress, Baukasten oder programmiert?

Ein Baukasten passt, wenn du selbst pflegen willst und wenige Seiten brauchst. WordPress passt, wenn du oft und viel selbst änderst und jemanden für die Updates hast. Eine gebaute Seite passt, wenn sie schnell sein muss und selten geändert wird. Keiner der drei ist grundsätzlich besser.

Stand: August 2026

Was unterscheidet die drei überhaupt?

Ein Baukasten ist ein Dienst, bei dem du im Browser zusammenstellst und der Anbieter alles Technische übernimmt. Du zahlst monatlich, und die Seite existiert, solange du zahlst.

WordPress ist eine Software, die auf einem Server läuft, den du oder dein Dienstleister mietet. Sie ist kostenlos, ihre Erweiterungen sind es teils auch, und sie muss regelmäßig aktualisiert werden — die Software selbst, das Design und jede Erweiterung.

Eine gebaute Seite besteht aus fertigen Dateien, die ausgeliefert werden. Es läuft keine Software auf dem Server, die etwas zusammensetzt, wenn jemand die Seite aufruft. Das macht sie schnell und wartungsarm und bedeutet gleichzeitig, dass Änderungen über denjenigen laufen, der sie gebaut hat, sofern kein Redaktionswerkzeug angeschlossen ist.

Wer muss sich hinterher kümmern?

Das ist die Frage, die den Unterschied macht, und sie wird beim Kauf selten gestellt.

Beim Baukasten kümmert sich der Anbieter um die Technik. Dafür bist du an ihn gebunden: Ein Umzug zu einem anderen Dienst bedeutet in aller Regel Neubau, weil die Inhalte in seinem Format liegen.

Bei WordPress kümmert sich niemand automatisch. Updates sind kein Komfortthema, sondern Sicherheit: Eine veraltete Installation ist das häufigste Einfallstor für Angriffe auf kleine Websites. Wer WordPress wählt und weder selbst aktualisiert noch jemanden dafür bezahlt, hat keine günstige Lösung gewählt, sondern eine aufgeschobene Rechnung.

Bei einer gebauten Seite gibt es wenig, das veralten kann, weil auf dem Server keine Software läuft, die angegriffen werden könnte. Dafür brauchst du für Änderungen einen Ansprechpartner.

Was kostet welcher Weg?

Beim Baukasten zahlst du monatlich und dauerhaft, meist im niedrigen zweistelligen Bereich, plus Aufpreise für eigene Domain, mehr Speicher oder das Entfernen von Anbieterwerbung.

Bei WordPress ist die Software kostenlos, und trotzdem entstehen Kosten: Hosting, oft ein kostenpflichtiges Design, häufig zwei bis drei kostenpflichtige Erweiterungen, und die Pflege. Der Fehler liegt fast immer darin, dass nur die erste Zeile eingeplant wird.

Eine gebaute Seite ist beim Einstieg teurer und im Betrieb günstiger. Ob sich das rechnet, hängt daran, wie lange die Seite laufen soll. Unter zwei Jahren rechnet es sich selten, über fünf Jahren fast immer.

Konkrete Marktspannen mit Quelle stehen im Artikel über die Kosten, hier verlinkt.

Wann ist welcher der richtige?

Ein Baukasten ist die richtige Wahl, wenn du wenige Seiten brauchst, selbst Hand anlegen willst und die laufende Bindung akzeptierst. Für einen Betrieb, der eine Visitenkarte im Netz braucht und niemanden dafür bezahlen will, ist er ehrlich gesagt oft genug.

WordPress ist die richtige Wahl, wenn regelmäßig neue Inhalte entstehen, also bei einem Blog, einem Veranstaltungskalender oder einem Shop, und wenn jemand die Pflege übernimmt.

Eine gebaute Seite ist die richtige Wahl, wenn die Seite vor allem gefunden werden und schnell sein muss, wenn sie selten geändert wird und wenn Ruhe wichtiger ist als Selbstbedienung. Das ist der Fall bei den meisten Handwerks-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben.

Was baue ich, und warum sage ich das dazu?

Ich baue die dritte Variante. Das ist eine Festlegung und keine Feststellung über den Markt, und ich schreibe sie hierhin, weil dieser Artikel sonst so täte, als wäre er neutral.

Der Grund für die Festlegung: Meine Kunden sind Betriebe, deren Seite Termine und Anrufe bringen soll, nicht Redaktionen. Sie ändern zwei- bis dreimal im Jahr etwas, und dafür rufen sie an. Eine Software, die täglich Inhalte verwalten könnte, wäre für diesen Fall Aufwand ohne Ertrag — und ihre Updates wären ein Risiko, das niemand tragen will.

Wenn dein Fall anders liegt, ist einer der anderen beiden Wege der bessere. Das ist kein Verkaufstrick, sondern der Grund, warum dieser Abschnitt existiert.

Die drei Wege nebeneinander

Die drei Wege nebeneinander
FrageBaukastenWordPressGebaut
Selbst ändernJa, im BrowserJa, im BrowserNur mit angeschlossenem Werkzeug
Wer macht UpdatesDer AnbieterDu oder ein DienstleisterKaum welche nötig
Kosten im BetriebMonatlich, dauerhaftHosting plus PflegeHosting, sonst wenig
Umzug späterNeubauMöglich, aufwendigDateien gehören dir
Passt zuWenige Seiten, SelbstpflegeLaufend neue InhalteGefunden werden, Ruhe

Die Zeile „Selbst ändern" hängt bei gebauten Seiten vom Projekt ab. Ohne angeschlossenes Redaktionswerkzeug laufen Änderungen über den Dienstleister; das ist bei mir Teil der Betreuung und kein Zusatzposten.

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