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Saphirweb

Was muss ich für meine Website liefern?

Bei den meisten Anbietern: Texte, Bilder, Logo, Rechtstexte und Rückmeldungen. Genau daran bleiben Projekte hängen — nicht an der Technik. Zwingend liefern muss ein Betrieb nur, was niemand für ihn wissen kann: Preise, Öffnungszeiten, rechtliche Angaben und die Entscheidung, für wen er nicht da ist.

Stand: August 2026

Woran bleiben Website-Projekte wirklich hängen?

An Texten. Nicht an der Gestaltung, nicht an der Technik, nicht am Budget. Der übliche Ablauf sieht so aus: Der Entwurf steht nach zwei Wochen, und dann wartet er auf Inhalte, die der Betrieb liefern soll.

Das ist keine Frage von Fleiß. Über den eigenen Betrieb zu schreiben ist schwer, weil man zu viel weiß und deshalb nicht entscheiden kann, was wichtig ist. Wer den ganzen Tag Kunden bedient, schreibt abends keine Leistungsbeschreibung, und am Wochenende erst recht nicht.

Die Folge kennt fast jeder Betrieb mit einer halbfertigen Seite: Nach drei Monaten ist der Schwung weg, der Dienstleister hakt nicht mehr nach, und irgendwann geht die Seite mit Platzhaltern online oder gar nicht.

Was kann ein Dienstleister übernehmen?

Mehr, als üblicherweise angeboten wird. Texte lassen sich aus einem Gespräch schreiben: Wer eine Stunde erzählt, wie er arbeitet, wen er ablehnt und was Kunden am Telefon fragen, hat den Inhalt der halben Seite geliefert, ohne einen Satz zu formulieren.

Bilder lassen sich vor Ort aufnehmen. Ein Termin im Betrieb ergibt brauchbare Aufnahmen von Räumen, Werkzeug, Arbeit und Menschen — und diese Bilder sind besser als jedes gekaufte Motiv, weil sie den Betrieb zeigen und nicht eine Vorstellung davon.

Das Grundgerüst für Impressum und Datenschutz kann eingerichtet werden. Die Inhalte darin nicht: Wer keine Rechtsberatung anbietet, schreibt auch keine Rechtstexte. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern die Grenze.

Was musst du trotzdem selbst liefern?

Vier Dinge, die niemand für dich wissen kann.

Deine Zahlen: Preise oder Preisspannen, Öffnungszeiten, Erreichbarkeit. Wer diese Angaben nicht herausgeben will, bekommt eine Seite, die Interessenten zum Anrufen zwingt — und verliert genau die, die vorher wissen wollen, ob sie sich das leisten können.

Deine rechtlichen Angaben: vollständiger Name, Anschrift, gegebenenfalls Registereintrag, Versicherung, Steuerstatus.

Deine Entscheidung, für wen du nicht da bist. Das ist der Satz, den Betriebe am seltensten liefern und der am meisten bewirkt.

Und Rückmeldung. Ein Entwurf, auf den drei Wochen niemand antwortet, kostet mehr Zeit als jede Änderungsrunde.

Wie viel Zeit kostet dich das?

Bei einer Arbeitsweise, die auf Zuarbeit verzichtet, sind es zwei Termine: ein Gespräch von etwa einer Stunde und ein Fototermin. Dazu eine Runde, in der du den Entwurf ansiehst und sagst, was anders soll.

Bei der üblichen Arbeitsweise mit Zuarbeit sind es die zwei Termine plus mehrere Abende für Texte, plus die Suche nach Bildern, plus die Beschaffung der Rechtstexte. In Stunden gerechnet ist das der größere Teil des Projekts, und er liegt bei dir.

Der Unterschied ist keine Frage der Qualität, sondern der Aufteilung. Er gehört ins Angebot, bevor unterschrieben wird, und lässt sich in einer Frage klären: Was genau erwartest du von mir, und bis wann?

Woran erkennst du ein Angebot, das dich später aufhält?

An drei Formulierungen, die harmlos aussehen.

„Inhalte werden vom Kunden gestellt" heißt: Texte und Bilder sind dein Problem, und der Zeitplan gilt ab dem Tag, an dem sie vorliegen.

„Nach Aufwand" bei Änderungen heißt: Jede Korrektur ist eine Rechnung, und du wirst dir zweimal überlegen, ob du etwas anmerkst.

Und ein Zeitplan ohne Rückmeldefristen heißt, dass es keine gibt. Ein seriöser Ablauf sagt in beide Richtungen, bis wann etwas da sein muss.

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