Zum Inhalt springen
Saphirweb

Wie bekomme ich Google-Bewertungen?

Frage persönlich, direkt nach der erledigten Arbeit, und gib den Link mit. Ein Zettel ohne Link bringt fast nichts, weil niemand danach sucht. Verboten sind Gegenleistungen jeder Art und vorgeschriebene Texte. Und die Antwort auf eine schlechte Bewertung liest mehr Leute als die Bewertung selbst.

Stand: August 2026

Warum bekommen die meisten Betriebe keine?

Nicht weil die Kunden unzufrieden wären, sondern weil niemand fragt. Ein zufriedener Kunde denkt nach dem Termin an alles Mögliche, aber nicht daran, im Netz etwas zu schreiben. Die Bewertung entsteht fast nie von selbst; sie entsteht, weil jemand im richtigen Moment darum gebeten hat.

Der zweite Grund ist Reibung. Zwischen „ich mache das" und einer geschriebenen Bewertung liegen ohne Link mehrere Schritte: Google öffnen, den Betrieb suchen, den richtigen Eintrag treffen, nach unten scrollen, auf Bewerten tippen. Jeder dieser Schritte kostet Leute, und die meisten verlieren sich beim zweiten.

Beides zusammen erklärt, warum Betriebe mit hervorragender Arbeit bei drei Bewertungen stehen und der Wettbewerber nebenan bei sechzig.

Wann ist der richtige Moment?

Direkt nachdem etwas fertig geworden ist und der Kunde es gesehen hat. Nicht am nächsten Tag, nicht am Monatsende, nicht in einer Sammelmail.

Der Grund liegt nicht in der Stimmung, sondern in der Erinnerung: Wer gerade gesehen hat, was gemacht wurde, kann etwas Konkretes schreiben. Zwei Wochen später bleibt „alles super", und genau diese Bewertungen wirken am wenigsten, weil sie austauschbar sind.

Für Betriebe mit wiederkehrender Kundschaft, also Friseure, Werkstätten, Praxen, ist der Moment an der Kasse oder bei der Verabschiedung. Für Handwerk mit Auftragsende ist es die Abnahme.

Wie fragt man, ohne aufdringlich zu sein?

Einmal, kurz, persönlich, mit dem Link. Drei Sätze reichen: dass es hilft, dass es zwei Minuten dauert, und wo es geht.

Was den Unterschied macht, ist der Hinweis, worüber geschrieben werden kann. „Am meisten hilft, wenn drinsteht, was gemacht wurde" ist eine Hilfestellung und keine Vorgabe. Sie führt zu Bewertungen, die einen Inhalt haben, und Inhalt ist genau das, was der nächste Leser sucht.

Was man nicht macht: einen fertigen Text mitschicken. Das ist gegen Googles Richtlinien und außerdem sofort erkennbar, weil drei Bewertungen dann gleich klingen. Und nicht zweimal nachfassen. Wer nicht antwortet, hat entschieden.

Was ist verboten?

Jede Gegenleistung. Rabatt, Getränk, Verlosung, Gutschein, Trinkgeld — Google untersagt Anreize für Bewertungen ausdrücklich, und zwar unabhängig davon, ob die Bewertung positiv ausfällt. Aufgefallene Fälle kosten im Ernstfall die Bewertungen und den Eintrag.

Ebenfalls verboten: nur zufriedene Kunden fragen und unzufriedene abfangen, Bewertungen kaufen, Mitarbeiter oder Angehörige schreiben lassen, und dieselbe Person mehrfach bewerten lassen.

Der Bewertungsstern in strukturierten Daten auf der eigenen Website ist ein eigener Fall: Eine Sternebewertung auszuzeichnen, die es nicht gibt, ist gegenüber Suchmaschinen eine Falschangabe und kostet im Ernstfall die Auszeichnung der gesamten Domain.

Was mache ich mit einer schlechten Bewertung?

Antworten, sachlich, einmal. Die Antwort ist wichtiger als die Bewertung, weil sie von mehr Leuten gelesen wird: Wer eine schlechte Bewertung sieht, liest als Nächstes, wie der Betrieb damit umgeht.

Eine gute Antwort tut drei Dinge. Sie benennt den Punkt, ohne ihn zu bestreiten. Sie sagt, was daraus folgt. Und sie bietet einen Weg an, das direkt zu klären. Was sie nicht tut: rechthaben, den Kunden korrigieren oder in Details gehen, die niemanden etwas angehen.

Löschen lassen kann man nur, was gegen die Richtlinien verstößt — also Beleidigungen, offensichtlich falsche Zuordnungen, Wettbewerber. Eine unfaire, aber echte Meinung bleibt stehen, und das ist auch richtig so. Vier Sterne im Schnitt wirken glaubwürdiger als fünf.

Wo es weitergeht

Alle Fragen im Ratgeber

Schauen wir, wo dein Betrieb steht

Fünfzehn Minuten am Telefon. Ich sehe mir an, was jemand findet, der heute nach dir sucht, und sage dir ehrlich, ob sich eine Website für dich lohnt.

Kostenlos, unverbindlich, kein Verkaufsgespräch mit Haken.