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Saphirweb

Wie erkenne ich einen guten Webdesigner?

Nicht am Portfolio, sondern an drei Antworten: Wem gehört die Domain, wer schreibt die Texte, und was kostet eine Änderung nach dem Livegang? Wer auf alle drei eine klare Antwort gibt, arbeitet sauber. Ausweichende Antworten sind kein schlechtes Zeichen, sondern das Zeichen.

Stand: August 2026

Warum sagt das Portfolio so wenig?

Weil eine schöne Aufnahme einer Startseite nichts darüber sagt, ob die Seite Anfragen bringt, ob sie auf dem Handy funktioniert, ob sie noch gepflegt wird und ob der Kunde zufrieden war.

Aussagekräftiger ist ein einziger Handgriff: Ruf zwei oder drei Seiten aus dem Portfolio auf deinem eigenen Telefon auf. Laden sie schnell? Findest du die Telefonnummer in zwei Sekunden? Steht ein Impressum da? Sind sie noch aktuell oder stehen dort Öffnungszeiten aus einem alten Jahr?

Das kostet fünf Minuten und sagt mehr als jede Referenzliste. Und wenn im Portfolio nur Entwürfe stehen und keine erreichbaren Adressen, ist das die erste Antwort.

Welche drei Fragen entscheiden?

**Wem gehört die Domain?** Die richtige Antwort ist: dir, und sie läuft auf deinen Namen. Wer sie auf sich selbst anmeldet, macht einen Wechsel später zu einer Verhandlung.

**Wer schreibt die Texte?** Beide Antworten sind in Ordnung, solange sie klar sind. Was nicht in Ordnung ist, ist „Inhalte werden vom Kunden gestellt" im Kleingedruckten, während im Gespräch der Eindruck entstand, das sei mit drin.

**Was kostet eine Änderung nach dem Livegang?** Wenn dort keine Zahl steht, steht sie später auf der Rechnung. Und wenn jede Kleinigkeit abgerechnet wird, wirst du dir zweimal überlegen, ob du etwas anmerkst — und die Seite veraltet.

Welche vier Fragen gehören noch dazu?

Was passiert, wenn ich kündige? Die richtige Antwort nennt zwei Dinge: die Inhalte und die Dateien, und beides bekommst du.

Wie lange bin ich gebunden? Eine lange Mindestlaufzeit bei einer monatlich erbrachten Leistung ist schwer zu begründen.

Wer pflegt die Technik? Bei einer Installation mit Software ist das keine Komfortfrage, sondern Sicherheit.

Und: Woran messen wir in drei Monaten, ob es funktioniert hat? Wer darauf keine Antwort hat, verkauft ein Aussehen und kein Ergebnis.

Bei welchen Antworten suchst du weiter?

Bei einer Platzierungszusage. „Wir bringen Sie auf Platz eins" kann niemand zusichern, weil der Platz niemandem gehört. Wer es trotzdem sagt, verkauft entweder Suchbegriffe, nach denen niemand sucht, oder hofft, dass du nicht nachprüfst.

Bei einem Preis ohne Leistungsumfang. Eine Zahl ohne Liste ist keine Kalkulation, sondern ein Gefühl, und das wird später korrigiert.

Und bei Druck. Ein Angebot, das nur heute gilt, ist bei einer Investition mit mehreren Jahren Laufzeit ein Widerspruch in sich.

Was ist kein Ausschlusskriterium?

Dass jemand klein ist oder allein arbeitet. Für eine Betriebsseite ist das eher ein Vorteil, weil du mit der Person sprichst, die es baut.

Dass jemand eine bestimmte Technik nicht anbietet. Wer sagt „das mache ich nicht, dafür kenne ich jemanden", ist verlässlicher als jemand, der alles kann.

Dass jemand wenige Referenzen hat. Drei erreichbare, echte Seiten sagen mehr als zwanzig Entwürfe.

Und dass jemand absagt. Wer dir sagt, dass sich eine Seite für deinen Fall gerade nicht lohnt, hat dir die teuerste Frage beantwortet.

Wo es weitergeht

Alle Fragen im Ratgeber

Schauen wir, wo dein Betrieb steht

Fünfzehn Minuten am Telefon. Ich sehe mir an, was jemand findet, der heute nach dir sucht, und sage dir ehrlich, ob sich eine Website für dich lohnt.

Kostenlos, unverbindlich, kein Verkaufsgespräch mit Haken.